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Creality CR-6 SE Überprüfung

Creality3D drängt eine extrem hohe Anzahl neuer Modelle auf den Markt, ohne dass ein klarer Mehrwert erkennbar wäre.

In immer kürzeren Abständen produziert der Hersteller ein Modell 123, 124, 125, ein “SE”, ein “Pro” oder ein “Modell 126 SE PRO Version 2”. Warum sollte man also ausgerechnet das Creality3D CR-6 SE kaufen, wenn man das Gerät wechselt oder neu einsteigt ? (Spoiler: Weil es wirklich wieder Veränderungen mit sich bringt!)

Creality3D CR-6 SE Testbericht

Creality3D CR-6 SE

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Creality CR-6 SE Höhepunkte

    • Druckfläche: 235 x 235 x 250 mm
    • Düsendurchmesser: 0,4 mm, Filamentdurchmesser: 1,75 mm
    • Einrichtungszeit: maximal 10-15 Minuten
    • Viele Funktionen: Füllstandssensor, Zahnriemenspanner, beheizte Bettklammern, etc.

Wenn es um chinesische Hersteller geht, gibt es immer die üblichen Verdächtigen mit 3D-Druckern, die gut abschneiden. Für mich ist Creality3D einer der Top-Hersteller.

Aber warum nicht gleich den sehr guten Creality3D CR-10 V2 kaufen, als Beispiel? Eines steht schon vor dem Test fest: Er macht einige Dinge ganz anders. Creality3D hat schon ein paar Mal für tolle Impulse sorgen können – auch dieses Mal? Und warum hatte ich eigentlich einen Super-Fail?

Anschnallen: Mein Creality3D CR-6 SE Test .

Creality3D CR-6 Technische Daten

Allgemeine Spezifikationen

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Technik Fused deposition modeling (FDM)
Jahr 2020
Montage Teilweise montiert
Mechanische Anordnung Kartesischer XZ-Kopf
Hersteller Creality

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3D-Drucker-Eigenschaften

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Bauvolumen
235 x 235 x 250 mm
Zufuhrsystem
Bowden
Druckkopf
Einzelne Düse
Düsengröße 0,4 mm
Max. Temperatur des heißen Endes 260 ℃
Max. Temperatur des Heizbetts
110 ℃
Material des Druckbetts
Glas
Rahmen Aluminium
Bett-Nivellierung Automatisch
Konnektivität SD-Karte, Mikro-USB
Druckwiederherstellung Ja
Filament-Sensor Ja
Kamera Nein
Filament-Durchmesser 1,75 mm
Drittanbieter-Filament Ja
Filament-Materialien Verbrauchsmaterialien (PLA, ABS, PETG, flexible Materialien)

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Software-Anforderungen

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Empfohlener Slicer Creality Slicer, Cura, Simplify3D, Repetier-Host
Das Betriebssystem Windows, Mac OSX
Dateitypen STL, OBJ, AMF

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Abmessungen und Gewicht

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Abmessungen des Rahmens 442 x 462 x 540 mm
Gewicht 9,5 kg

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Verpackung, Versand und Zubehör

Zuallererst: Wir haben den nagelneuen 3D-Drucker von Amazon bekommen. Das gut verpackte Paket kam schnell an.

Auch der Blick ins Innere ist vielversprechend. Die einzelnen Komponenten sind präzise in dickem Schaumstoff verpackt und befinden sich auf vielen Ebenen. Bei Creality3D war die Verpackung schon immer gut, aber bei einigen kleineren Herstellern sind Teile beschädigt. Das ist völlig unnötig und vor allem ärgerlich, wenn man so viel Geld ausgibt und frustriert nicht sofort mit dem Bau beginnen kann.

Creality3D CR-6 SE: Die erste Schicht.

Das Heizbett ist noch mit einer Folie überzogen, ein EU-Kaltgeräte-Netzkabel liegt bei – so soll es sein.

Nach dem Entfernen der Verpackung hat man die Einzelteile vor sich liegen. In der Regel muss nur der Oberbau mit vier Schrauben am Unterbau befestigt werden.

Mit der beiliegenden Bedienungsanleitung (englisch und leicht verständlich) war der Aufbau in 10-15 Minuten erledigt.

Montageanleitung-CR-6-SE

Wichtig: Das Werkzeug und die Schrauben findet man in der Werkzeugkiste im Drucker. Am Anfang habe ich mich in der Box dumm und dämlich gesucht ;-).

Das Zubehör befindet sich in der Werkzeugkiste oder im Schacht des Druckers.
Andernfalls werden diese oft in der Community auf anderen 3D-Druckern nachgedruckt.
Es müssen insgesamt nur 8 Schrauben verwendet werden.

Die einzelnen Bauteile waren bereits ordentlich verschraubt (fest und rechtwinklig) und machten einen guten ersten Eindruck, auf den ich nun näher eingehen möchte.

Das ist es: Der Creality3D CR-6 SE

Generell ist der CR-6 SE sehr stabil, aber um ehrlich zu sein, stören mich die Kunststoffscheiben für die Zahnriemen ein wenig. Natürlich sind diese einfacher und billiger zu produzieren, generell finde ich die Umsetzung (man kann die Riemen schnell und einfach nachspannen) toll, aber die Riemenscheiben sind auch ständig unter Belastung.

Spannbare Umlenkrolle: Leider von Kunststoff gehalten

Bisher hat das die Druckqualität nicht beeinträchtigt, aber ich würde mich freuen, wenn es hier in Zukunft eine Ganzmetall-Lösung geben würde ;-). Ich finde z. B. den Filamentrollenhalter. Oft ist das Filament über dem Rahmen angebracht, was zu Vibrationen führt. Oder es wird mit Kipphalterungen “irgendwo” neben dem 3D-Drucker platziert.

Der Creality3D kommt mit einer jederzeit abnehmbaren Halterung, die sich auch im Winkel verstellen oder für den Transport komplett einklappen lässt. Eigentlich unspektakulär, aber irgendwie auch clever.

Der Filamentrollenhalter, der leicht gekippt und entfernt werden kann

Apropos Transport: dafür gibt es jetzt einen Griff an der Oberseite des Rahmens ;-). Ich musste zwar etwas schmunzeln, weil man den 3D-Drucker nicht so oft trägt (und dann kann man den Rahmen einfach anfassen), aber dann habe ich den Griff für die Videorezension benutzt. Und hey: Der Materialaufwand dürfte ein paar Cent betragen ;-).

An der Oberseite des Rahmens befindet sich ein Griff. Nun ;-).

Der Creality3D CR-6 SE verwendet zwei Z-Achsen, die ebenfalls über einen Zahnriemen synchronisiert werden. Dies führt zu einem besseren Druckbild, insbesondere bei größeren Druckhöhen, da die Achse nicht “durchhängt”.
Der CR-6 SE hat zwei Z-Achsen-Systeme (Stepper, Spindel, etc.), die über einen Zahnriemen synchronisiert werden.Das Kabelmanagement finde ich “gut durchdacht”. Die Kabel sind zur Montage beschriftet und werden einfach eingesteckt. Am Druckkopf sieht das besonders “aufgeräumt” aus.

Das Kabelmanagement des 3D-Druckers wirkt aufgeräumt und gut durchdacht.

Die Kabel, die vielen Bewegungen ausgesetzt sind (Druckbett, Z-Achse und Druckkopf), sind zusätzlich durch Netzschläuche geschützt / ummantelt.

Die Kabelschleppanlage macht einen guten und sicheren Eindruck.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich auf das Druckbett legen. Nicht, weil es wirklich wieder gut beschichtet ist (Drucke halten beim Drucken sehr gut und springen beim Abkühlen ab), oder es ist leider nicht von unten thermisch isoliert …

Das Druckbett ist wieder sehr gut. Die starke Haftung hilft bei größeren Drucken

… aber weil es keine ebenen Räder gibt. Ich wiederhole: Es gibt keine vier ebenen Räder an der Unterseite, um das Heizbett manuell auszurichten. Das heißt, wir müssen uns ganz auf die Wasserwaage verlassen, aber wir können nichts kaputt machen. Wird das funktionieren?

Qualität der 3D-Drucke und Zuverlässigkeit

Da der 3D-Drucker noch so neu ist, sind keine (guten) Profile für die gängigen Slicer (Cura, Slicer, Simplify3D, etc.) zu finden. In Cura (Version 4.7.1, getestet am 1. Oktober 2020) ist ebenfalls kein entsprechendes Profil zu finden. Das heißt, ich musste mir mein Profil in Cura selbst zusammenstellen, aber das war kein Problem.

Der Creality3D CR-6 SE ist noch nicht bei Cura gelistet (was ansonsten sehr schön ist!)

Ich schnappte mir dann den GCODE von der SD-Karte und startete den ersten Druck “boat.GCODE”. Vorher muss natürlich noch die Autoebene abgefahren werden. Der Druckkopf tastet ein 4 × 4 Raster auf dem Heizbett (das vorher aufgeheizt wird) ab und erkennt / speichert eventuelle Unebenheiten im Speicher der Firmware. Das bedeutet, dass Sie das Heizbett nicht mehr manuell über die vier Stellräder an der Unterseite des Heizbetts drehen müssen. Das kann man beim CR-6 SE auch nicht – es gibt sie nicht ;-).

Die automatische Nivellierung läuft innerhalb von zwei Minuten ohne Probleme. Das weiße, beiliegende Filament (1kg!) liegt sicher auf dem Filamenthalter, der sinnvollerweise vor dem Filamentsensor bzw. Feeder platziert wurde (bei vielen 3D-Druckern ist der Winkel schlecht und das führt zu großen Spannungen / Abrieb).

Leider ist der Feeder nicht ganz aus Metall (“all metal” in der Marketingsprache), was nicht weiter schlimm ist, aber in Bezug auf die Haltbarkeit immer schön ist. Was wirklich cool ist: Der Feederaufsatz ist abnehmbar, d.h. das Filament kann ganz einfach eingelegt werden, ohne durch die Zahnräder gedrückt zu werden. Dann klemmt man den Feederaufsatz oder das zweite Zahnrad wieder ein.

Das Einlegen des Fadens ist wirklich sehr angenehm.

Das waren die Vorbereitungen. Das (leider nicht wärmeisolierte) Heizbett und Hotend heizt auf (6 Minuten für 60° Grad (und 200° Grad Düsentemperatur)) und der Druck beginnt. Das Markennetzteil liefert 350W bei 24V.

Die automatische Nivellierung hat anscheinend sehr gut funktioniert, denn das Filament klebt 1A, ließ sich aber auch nach dem Druck leicht vom Druckbett entfernen. Das Glasheizbett (mit einer speziellen Beschichtung) sieht bis heute aus wie neu. Geil!

Selbst hohe Drucke mit einer kleinen Grundfläche haften wunderbar.

Insgesamt würde ich die Druckqualität mit einer “guten 2” bewerten. Es gibt immer viele Parameter (Filament, Temperatur, Geschwindigkeit, Slicer-Auswahl, etc.), die einen erheblichen Einfluss auf das Druckbild haben. Allerdings gibt es jetzt ein richtig großes “nogo” am Ende: Ich musste das beiliegende Filament, immerhin ein ganzes Kilo, direkt in den Papierkorb werfen.

Zunächst wunderte ich mich über das schlechte, Creality3D-untypische, Druckbild und nach etwa fünf Drucken wechselte ich das Filament und siehe da: Das Druckergebnis passte dann! Das Problem ist allerdings: Anfänger vermuten das Problem wahrscheinlich beim 3D-Drucker selbst – das kann nicht gut für Creality3D sein. Also hoffentlich bekommt ihr eine gute Charge Filament oder werft das Filament (leider) gleich in den Müll wie ich!

Wo das Filament hingehört: in den Müll!

Abgesehen von dieser frustrierenden Erfahrung ist der CR-6 so, dass ich den CR-6 empfehlen kann!

Fazit: Creality CR-6 SE kaufen?

Der Creality CR-6 SE ist sicher keine Revolution im 3D-Druck, aber aufgrund vieler kleiner bis größerer neu implementierter Features oder deren Kombination kann und wird er sicherlich ein Vorbild für andere 3D-Drucker-Modelle, nicht nur von Creality3D, sein.

Der konsequente Verzicht auf die Höhenräder als Beispiel: Ich war skeptisch, denn in über 4 Jahren 3D-Druck habe ich immer schnell um 0,123mm nachjustiert. Da die automatische Nivellierung wirklich sehr zuverlässig ist, ist das nicht mehr nötig. Das erspart vor allem Anfängern eine Menge Stress, denn das war oft eine, wenn nicht die Fehlerquelle.

Die Liste der Funktionen kann hier schnell aktualisiert werden: Touchscreen (ok, ist jetzt eigentlich Standard), cooler Filamentrollenhalter, Zahnriemenspanner, zwei Z-Achsen (synchronisiert mit Zahnriemen), induktive Endanschläge, leise Steppertreiber, schöner Feeder, gutes Kabelmanagement, etc.

Wer bereits einen guten 3D-Drucker hat, wie z. B. den Creality3D CR-10 V2 oder Artillery Sindewinder X1 benötigt und nicht wechseln will. Wer neu im Spiel ist und / oder sich von diesen Features angesprochen fühlt und den aktuellen (noch?) sportlichen Preis für angemessen hält.

Siehe Preis unter Banggood |  Gearbest | Amazon

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Charles Tellier has more than 10 years of experience in 3D printing. Specialized in graphic design, he discovered the potential of 3D technology at Materialize, one of the leaders of this industry. His interest in creation led him to start 3DTechValley.

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